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Auch Männer können Cheerleader sein

Auch Männer können Cheerleader sein


Die Frage ist, was ist „männlich“? Was
gibt verschiedene „Männlichkeitsformen“ und deswegen sagen wir einfach: Es gibt nicht
DIE Männlichkeit. Sie tragen hautenge Spandexhöschen, Stulpen
und Hosenträger und feuern Sportlerinnen an. Eine Gruppe von männlichen Cheerleadern,
die Fearleader, hier in Wien, brechen Rollenklichees auf. Wir begleiten sie heute hier in Wien,
beim Vienna Roller Derby. Wir sind eine männliche Cheerleader Gruppe,
die die Vienna Roller Derby anfeuern. Roller Derby ist tendenziell ein Frauensport. Daher
haben wir einfach die Aufgaben übernommen, die noch frei waren. Wir feuern an, machen
Stimmung und sind sexy dabei. Beim Roller Derby geht es hart zu, in dem
von Frauen* für Frauen* organisierten Vollkontaktsport fahren die Sportlerinnen auf Rollschuhen in
einem ovalen Track. Ziel ist es, sich gegenseitig zu überrunden. Um die Gegnerinnen daran zu
hindern, darf auch geblockt werden. Das ist das was ich an Roller Derby schätze.
Es geht darum den Körper einzusetzen und man lernt seinen Körper zu kontrollieren
um wirklich genaue, bewusste Bewegungen zu machen und sich dabei nicht zu verletzten.
Das ist einer der zentralen Punkte beim Roller Derby: Vollkontakt aber bewusst und bedacht. Wir sind ja heute auch hier, um die Fearleader
kennenzulernen, eure Cheerleader. Wie seid ihr zu ihnen gekommen? Die Gründungsmitglieder der Fearleaders waren
eigentlich die Freunde von den ersten Roller Derby Spielerinnen in Wien. Sie haben sich
gedacht: „Okay wir würden gerne das Team unterstützen“ und hatten dann diese Idee.
Mittlerweile ist es oft so, dass die Fearleaders bekannter sind als Vienna Roller Derby. Männer
in knappen Höschen ziehen oft mehr Publikum an, als taffe Frauen auf Skates. Es sind halt einfach Frauen, die den Gewaltsport
ausüben und Männer, die die Fearleaders sind. Das braucht einfach einen guten Platz
in unserer Gesellschaft und das supporten wir! Zu Beginn waren Cheerleader ausschließlich
Männer. Ende des 19. Jahrhunderts feuerten sie die Spieler des American Football in
den USA an. Frauen durften beim Cheerleading erst Jahre später mitmachen. Mittlerweile
tanzen und turnen fast ausschließlich Frauen. Und zwar nicht, um Sportler anzufeuern, sondern
als eigenständiger Sport. Dabei müssen sie mit so einigen Vorurteilen kämpfen. Das ist etwas, was ich an Roller Derby auch
so schätze, nämlich dieses „Gender-Ding“, dieses „Mann-/ Frau-Ding“ so ein bisschen
aufzumachen. Es ist nicht so, dass Männer wie Frauen sind, oder Frauen wie Männer,
sondern es ist alles komplett möglich nicht als Mann oder Frau, sondern als Non-Binary. Wir haben auch bei uns einen ziemlich breiten
Spannungsbogen, wie wir Männlichkeit definieren. Als Kinder in Österreich in unserer Gesellschaft
haben wir ganz viele Eigenschaften gelernt, die heutzutage als toxische Maskulinität
zusammengefasst sind und die unsere Gesellschaft nicht wirklich vorwärts bringen. Ich habe
das trotzdem gelernt aber jetzt müssen wir schauen, wie wir damit umgehen. Was auch total wichtig ist, ist das Roller
Derby ein Sport ist in dem Queerness ein großer Teil ist. In unserer Einladungspolitik, in
der steht, wer mitmachen kann, ganz klar ist, dass nicht nur Cis-Frauen mitmachen dürfen,
sondern alle Frauen. Das gibt es in dieser Form sonst noch nicht. Es ist eben auch ein
sehr politischer Sport. Wozu eben auch die Fearleaders zu beitragen. Die Fearleader benutzen sexistische Klischees ganz bewusst und drehen sie um. Sie zeigen uns wie veraltert das Bild von Männlichkeit noch immer unter vielen Menschen ist. Sie zeigen uns aber auch, dass Männer keine Angst haben müssen, Frauen zu unterstützen.

10 thoughts on “Auch Männer können Cheerleader sein”

  1. Bitte nicht. Am Ende geht die Frau arbeiten und der Mann bleibt zu Hause und kriegt Kinder. Wozu etwas reparieren, was nicht kaputt ist? Männer, versucht nicht den Frauen zu gefallen, um ihrem Erwartungsbild zu entsprechen. Frauen sagen, sie wollen sensible Männer, die auch mal schwäche zeigen können und Männlichkeit nicht brauchen. Dann wollen aber die selben Frauen diese verweichlichten Männer nicht haben. Männer steht zu euch und eurem Geschlecht! Es ist etwas gutes ein Mann und männlich zu sein. Sonst haben wir bald nicht mehr Männer und Frauen, sondern Männer und Männer, die Kinder gebären können. Diese neuen Rollenbilder machen mich krank. Und sie schaden der Gesellschaft als Ganzes. Es herrscht dadurch zu viel Misstrauen zwischen Geschlechtern. Öffnet eure Augen, Leute!

  2. Das absurde an der Sache ist, dass Frauen in engen Höschen, die mit dem Po wackeln, sexy sind, während bärtige Männer, die das gleiche versuchen lächerlich wirken. Geschlechterrollen sind halt nicht einfach vom Himmel gefallen, man kann sie also auch nicht einfach austauschen.

    Das wüsste man, wenn man sich mal ein wenig mit Wissenschaft beschäftigen würde anstatt nur linksradikale Propaganda zu verbreiten. Attraktivität funktioniert bei Männern und Frauen nicht nach dem gleichen Prinzip. Männer finden andere Dinge attraktiv als Frauen. Was ja offensichtlich ist, deswegen stehen die einen meist auf Muskeln und die anderen auf schöne Rundungen.

    Man kann also so lange wie man will für ein neues Bild von Männlichkeit kämpfen. An den biologischen Realitäten ändert das nichts und deswegen wird es sich auch nicht durchsetzen. Es hat seinen Grund, dass erfolgreiche Männer hübsche, junge Models heiraten, während erfolgreiche Frauen sich herzlich wenig für männliche Models interessieren (sondern für noch erfolgreichere Männer!).

  3. Ich feier das Team. Frauen die Powern wie sie können und Männer die zeigen, dass sie auch elegant grazil sein können. Das sieht einfach mal richtig Gut aus wie sie da mit ihren Bärten tanzen während die Frauen drängeln, rempeln und schubsen. Und grad die Kommentare hier zeigen, wie wichtig das ist, was sie machen.

  4. Hilfe… Der Bullshit der Möchtegern-Autorin ist noch schmerzhafter als dieses homoerotische Rumgehüpfe. Vielliecht waren Männer früher mal Cheerleader, aber das hier is ein grossartiges Beispiel, warum Frauen das besser machen sollten…

  5. Sieht doch alles nach Spaß aus. Soll jeder seine Freizeit gestalten wie er will. Für mich wäre das nix. Bin Grobmotoriker 😀

  6. Ich finde es toll 😊 Und ich verstehe nicht, warum es andere Leute stört wenn Menschen einfach ihr Leben so gestalten wie sie es möchten

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